Arbiter
11-11-04, 09:34
Endlich ein neues Neocronicle, leider noch immer über Forumspost.
Drohnen geraten außer Kontrolle
von Randolph Bennet
Bereits in der letzten Woche haben wir über die Unstimmigkeiten bei den Drohnen berichtet, und in den letzten Tagen ist die Diskussion über dieses Thema nur noch intensiver geworden. Jetzt gab es auch die ersten Zwischenfälle, in denen Rigger von ihren eigenen Drohnen angegriffen wurden und durch diese ernsthaft verletzt wurden. Gerade deswegen wird fieberhaft nach einer Lösung gesucht. Zur Erinnerung: In Laborversuchen wurde festgestellt, dass die Fehlfunktionen scheinbar durch ein auch mit modernsten Messgeräten nur schwer feststellbares Signal ausgelöst. Letzte Nacht berieten sich Experten auf dem Gebiet der Drohnentechnologie in einer Klausursitzung, welche Lösungsansätze möglich seien.
Heute Morgen waren wir in der Lage mit George Wilson, einem der Teilnehmer dieser Sitzung, einige Worte zu wechseln. „Es steht völlig außer Frage, dass wir Methoden entwickeln müssen, die störenden Signale zu filtern. Ein konstantes Störsignal zu eliminieren ist eigentlich kein Problem, leider haben wir es hier eben nicht mit einem konstanten Signal zu tun. Würden wir den gesamten Frequenzbereich abdecken wollen, so würde dies auch die Verbindung stören, die der Rigger zu seiner Drohne aufbaut, um diese zu steuern.“ Selbstverständlich sucht man weiterhin nach wegen, dieses Problem in den Griff zu bekommen, aber dies wird wohl noch einige Tage dauern.
Doch es gibt noch einen anderen Weg, über den nachgedacht wird. „Das Signal zu unterdrücken ist die eine Möglichkeit, aber dies würde nur auf neu produzierte Drohnen einen Effekt haben – die übrigen Drohnen wären weiterhin anfällig für durch das Signal bedingte Fehlfunktionen. Deswegen hat man beschlossen, zusätzlich die Quelle des Signals ausfindig zu machen.“ Man sei dabei, die Daten auszuwerten, die in den letzten Wochen bereits gesammelt wurden, und man ist sich sicher, die Quelle des Störsignals mit einer der Triangulation ähnlichen Methode in Kürze ausfindig machen zu können. „Dann werden wir engagierte Runner benötigen, die sich der Sache annehmen. Selbst wenn wir die Quelle lokalisiert haben, wissen wir damit noch lange nicht, wer oder was uns dort erwartet.“
Später erreichte uns noch eine Pressemitteilung der TechHaven Administration, dass sobald die neue Technik zur Unterdrückung der Störsignal einsatzfähig ist oder zumindest die Quelle des Störsignals eliminiert ist, ein Turnier für Rigger angeboten werden soll. Als Preis winkt dem Sieger oder der Siegerin ein ganz spezieller neuer Prototyp, der kurz vor der Fertigstellung stand, als man die Ressourcen zur Behebung der Probleme verlegen musste.
Offizielle Wiedereröffnung von Tech Haven - ein Interview
von Sharon Davidson
Sharon Davidson: Hallo und vielen Dank, dass Sie mir erlauben dieses Interview mit Ihnen zu führen. Würden Sie sich unseren Lesern einmal kurz vorstellen?
Laureen Marnur: Ich bin Laureen Marnur, eine von den zwei Personen, die hier als TechHaven Guide angestellt sind.
William Haska: Und ich bin William Haska, der andere Guide.
SD: Was ist Ihr Eindruck von der Wiedereröffnung?
LM: Sie lief meiner Meinung nach sehr gut, es gab viele Besucher und der Handel hier blühte regelrecht auf.
WH: Es war auch erfreulich zu sehen, dass die Sicherheitssysteme unsere Erwartungen Vollkommen erfüllt haben. Es kam zu keiner einzigen Kampfhandlung während der gesamten Veranstaltung. Okay, es gab ein, zwei Auseinandersetzungen auf verbaler Ebene, aber entsprechende Personen wurden zügig hinausbegleitet, so sie sich nicht wieder beruhigen konnten.
SD: Das ist eine beeindruckende Leistung, wenn man bedenkt, dass auch Rebellen anwesend waren. Haben Sie sich gar keine Sorgen darüber gemacht, dass wenn Sie auch Leuten von außerhalb Neocrons den Zutritt erlauben würden, es zu Problemen kommen würde?
LM: Kein Kommentar.
SD: Nun gut... Können Sie mir Beispiele nennen, was die gehandelten Waren waren?
WH: Im Grunde alles, was Sie sich vorstellen können, von Chemikalien bis zu voll ausgerüsteten Hoverbombern! Ich meine sogar gehört zu haben, dass da jemand Dog Tags verkauft hat.
SD: Eine Schande, dass ich das verpasst habe. Ich vermute, dass diese Aktion definitiv wiederholt wird?
LM: Ja, wird sie. Wie werden alle zwei Wochen diese Treffen im Wechsel mit Auktionen durchführen, also dieses Treffen erst wieder in einem Monat.
SD: Können Sie mir sagen, wie viel Geld Sie durch die Vermietung der Stände eingenommen haben?
LM: Tut mir leid, das ist Angelegenheit des TechHaven Rates. Wir sind nicht befugt darüber Auskunft zu erteilen.
SD: Wofür wird das Geld verwendet?
WH: Die Einnahmen aus der Standmiete wird für generelle Verbesserungen am TechHaven und unserem Angebot verwendet. Diesmal wurde das Geld nur für die Vorbereitungen, die wir zu treffen hatten, und für das zusätzliche Personal, das die typischen Flüssigkeiten, die für das Konstruieren, Forschen, Recyceln, Implantieren und Reparieren notwendig sind, ausgegeben.
SD: In Ordnung, vielen Dank für Ihre Zeit, dass ist alles was ich fragen wollte.
Ein Streik und du bist raus!
von Randolph Bennet
Vor ein paar Tagen gab es einen stadtweiten Streik von Supply Managern der verschiedensten Unternehmen. Sie waren es leid von den Runnern ausgenutzt zu werden und so beschlossen sie, den Spieß umzudrehen, unabhängig davon, welcher Fraktion der Runner angehörte oder welche Nachweise für seine Loyalität die Runner jeweils hatten. Diese Idee kam von der Führung der „Supply Manager Union“.
Kaum kamen diese Informationen ans Tageslicht, startete die NCPD eine Überwachungskampagne gegen diese so genannte „Supply Manager Union“ und schnell fand man heraus, dass es sich hierbei tatsächlich um feindliche Eindringlinge handelte, die versuchten das Wirtschaftssystem unserer Stadt lahm zu legen.
„Wir sind schockiert über die Dreistigkeit dieser Rebellen“, sagte Officer Jenna vom NCPD. „Es ist nicht bloß die Tatsache, dass sie sich direkt vor unserer Nase versteckt hielten, sondern vielmehr dass sie sich als eine anerkannte Interessenvertretung der Stadt ausgegeben haben!“
Dies ist nicht das erste Mal, dass sich die Terroristen sich unter der Maske ehrlicher Angestellter unserer schönen Stadt versteckt hielten. Wie in einem früheren Bericht erwähnt wurden Angestellte der städtischen Müllabfuhr ebenfalls als solche enttarnt.
Zu unserem Glück griff diese „Rebelleninfektion“ nicht zu weit um sich, und befiel nicht alle Supply Managers. Nachdem sie von den wahren Loyalitäten ihrer nun aufgelösten Führung erfahren haben, kehrten diese schnell wieder zu ihrem normalen Arbeitsrythmus zurück.
Künstlerin fällt einem tragischen Unfall zum Opfer
von Randolph Bennet
Die stadtbekannte Künstlerin Klara Sheen starb heute als sie versuchte, das Mosaik mit dem Portrait unseres geliebten Führers Lioon Reza aufzuhängen. Die Ursache war, das der Klebstoff, den sie benutzt hatte, noch nicht ausreichend getrocknet war um das Glas für mehr als nur ein paar Sekunden zu halten. Sie wurde an vielen Stellen stark verwundet als das Glas auf sie herabfiel, klaffende Wunden an ihren Pulsadern und ihrer Stirn. Das Medicare-Personal tat alles in seiner Macht stehende, um sie zu retten, aber der Blutverlust war zu stark um ihren Tod zu verhindern.
Der Umstand, dass ihre GenRep-Daten ebenfalls beschädigt waren, hat die NCPD zu einer näheren Untersuchung veranlasst, es besteht Sabotageverdacht. "Wir vermuten das ein oder mehrere erfahrene Hacker hinter dem ganzen Zwischenfall stecken“, erklärt Officer Jenna vom NCPD. „Es sieht so aus, als ob sie sich in Miss Sheens persönliche Transaktionsdaten gehackt haben und herausgefunden haben, wo sie ihren Klebstoff herbekommt, sich dann in das Kontrollsystem der Klebstofffabrik gehackt haben und dort eine kleine, aber folgenschwere Änderung an der Mischung vorgenommen haben.“
Natürlich wirft das ganze Ereignis Besorgnis erregende Fragen zum Sicherheitsstand des GenRep-Systems auf. Officer Jenna versicherte uns jedoch: „Die Sicherheit der Netzwerke leidet noch immer unter den Folgen der Rückkopllung aus der Zündung der Bombe vor einigen Wochen, aber es wird von Tag zu Tag besser. Wir können sogar bald mit einem neuen Feature rechnen: Das persönliche Equipment wird dann mit abgespeichert und wieder hergestellt.“
Wir vom Neocronicle senden unser Beileid an die Familie von Ms. Sheen.
KKandy Inc. kündigt neue Produktlinie an und stampft sie gleich wieder ein
von Sharon Davidson
KKandy Inc., der Produzent der bekannten Milky Ren Schokoladenriegel hat vor kurzem angefangen mit verschiedenen Sorten von Milky Rens herumzuexperimentieren. Diese wurden an alle Restaurants in und um Neocron geschickt und boten jenen, die es schafften die Verpackung zu öffnen, einen ganz besonderen Geschmack.
Die Reaktionen auf die neuen Sorten waren jedoch keineswegs positiv, und der Neocronicle hat sich entschieden einige Leute über ihre Meinung zu diesen neuen leckeren Snacks zu befragen.
„Was soll das Ganze?“, fragt Andy Bruhill von BioTech Systems vorwurfsvoll. „Ich hatte eine Pause und wollte in der Bar unseres Hauptquartiers zu Mittag essen, als unser Barkeeper mir erzählte, er habe ein paar von diesen neuen Milky Rens zum Verkauf da. Da ich neugierig war, hab ich mich entschieden einen als Nachtisch mitzunehmen. Als ich dann soweit war, fiel mir ein kleiner Aufdruck auf der Verpackung auf: 'Um dieses Milky Ren auszupacken werden ausreichende psionische Kräfte benötigt.' Glaubt KKandy tatsächlich, dass das ein Erfolg werden kann?“
Andy war nicht allein mit seiner Meinung zu diesem Thema, und ein offizieller Vertreter von KKandy gab bald darauf folgende Stellungnahme: „Unsere Forschungen haben ergeben, dass die Leutte mehr als einfach nur die normale blau-weiße Verpackung haben wollten, und so haben wir mehr angeboten. Da die Produktionskosten aber nicht im entferntesten zu unserem geplanten Umsatz passen, haben wir uns entschieden diese Produktion wieder einzustellen.“
Ich als Reporterin möchte nur klarstellen dass, obwohl Kkandy's Forschungsergebnisse zur Verpackung korrekt waren, ihre darauf basierende Entscheidung aus Marketingsicht nicht die beste Idee war. Wir sollten alle froh sein, dass sie ihre bereits vorbereitete Werbekampagne „Beeindrucke deine Freunde: Öffne diesen Milky Ren“ nicht gestartet haben.
Drohnen geraten außer Kontrolle
von Randolph Bennet
Bereits in der letzten Woche haben wir über die Unstimmigkeiten bei den Drohnen berichtet, und in den letzten Tagen ist die Diskussion über dieses Thema nur noch intensiver geworden. Jetzt gab es auch die ersten Zwischenfälle, in denen Rigger von ihren eigenen Drohnen angegriffen wurden und durch diese ernsthaft verletzt wurden. Gerade deswegen wird fieberhaft nach einer Lösung gesucht. Zur Erinnerung: In Laborversuchen wurde festgestellt, dass die Fehlfunktionen scheinbar durch ein auch mit modernsten Messgeräten nur schwer feststellbares Signal ausgelöst. Letzte Nacht berieten sich Experten auf dem Gebiet der Drohnentechnologie in einer Klausursitzung, welche Lösungsansätze möglich seien.
Heute Morgen waren wir in der Lage mit George Wilson, einem der Teilnehmer dieser Sitzung, einige Worte zu wechseln. „Es steht völlig außer Frage, dass wir Methoden entwickeln müssen, die störenden Signale zu filtern. Ein konstantes Störsignal zu eliminieren ist eigentlich kein Problem, leider haben wir es hier eben nicht mit einem konstanten Signal zu tun. Würden wir den gesamten Frequenzbereich abdecken wollen, so würde dies auch die Verbindung stören, die der Rigger zu seiner Drohne aufbaut, um diese zu steuern.“ Selbstverständlich sucht man weiterhin nach wegen, dieses Problem in den Griff zu bekommen, aber dies wird wohl noch einige Tage dauern.
Doch es gibt noch einen anderen Weg, über den nachgedacht wird. „Das Signal zu unterdrücken ist die eine Möglichkeit, aber dies würde nur auf neu produzierte Drohnen einen Effekt haben – die übrigen Drohnen wären weiterhin anfällig für durch das Signal bedingte Fehlfunktionen. Deswegen hat man beschlossen, zusätzlich die Quelle des Signals ausfindig zu machen.“ Man sei dabei, die Daten auszuwerten, die in den letzten Wochen bereits gesammelt wurden, und man ist sich sicher, die Quelle des Störsignals mit einer der Triangulation ähnlichen Methode in Kürze ausfindig machen zu können. „Dann werden wir engagierte Runner benötigen, die sich der Sache annehmen. Selbst wenn wir die Quelle lokalisiert haben, wissen wir damit noch lange nicht, wer oder was uns dort erwartet.“
Später erreichte uns noch eine Pressemitteilung der TechHaven Administration, dass sobald die neue Technik zur Unterdrückung der Störsignal einsatzfähig ist oder zumindest die Quelle des Störsignals eliminiert ist, ein Turnier für Rigger angeboten werden soll. Als Preis winkt dem Sieger oder der Siegerin ein ganz spezieller neuer Prototyp, der kurz vor der Fertigstellung stand, als man die Ressourcen zur Behebung der Probleme verlegen musste.
Offizielle Wiedereröffnung von Tech Haven - ein Interview
von Sharon Davidson
Sharon Davidson: Hallo und vielen Dank, dass Sie mir erlauben dieses Interview mit Ihnen zu führen. Würden Sie sich unseren Lesern einmal kurz vorstellen?
Laureen Marnur: Ich bin Laureen Marnur, eine von den zwei Personen, die hier als TechHaven Guide angestellt sind.
William Haska: Und ich bin William Haska, der andere Guide.
SD: Was ist Ihr Eindruck von der Wiedereröffnung?
LM: Sie lief meiner Meinung nach sehr gut, es gab viele Besucher und der Handel hier blühte regelrecht auf.
WH: Es war auch erfreulich zu sehen, dass die Sicherheitssysteme unsere Erwartungen Vollkommen erfüllt haben. Es kam zu keiner einzigen Kampfhandlung während der gesamten Veranstaltung. Okay, es gab ein, zwei Auseinandersetzungen auf verbaler Ebene, aber entsprechende Personen wurden zügig hinausbegleitet, so sie sich nicht wieder beruhigen konnten.
SD: Das ist eine beeindruckende Leistung, wenn man bedenkt, dass auch Rebellen anwesend waren. Haben Sie sich gar keine Sorgen darüber gemacht, dass wenn Sie auch Leuten von außerhalb Neocrons den Zutritt erlauben würden, es zu Problemen kommen würde?
LM: Kein Kommentar.
SD: Nun gut... Können Sie mir Beispiele nennen, was die gehandelten Waren waren?
WH: Im Grunde alles, was Sie sich vorstellen können, von Chemikalien bis zu voll ausgerüsteten Hoverbombern! Ich meine sogar gehört zu haben, dass da jemand Dog Tags verkauft hat.
SD: Eine Schande, dass ich das verpasst habe. Ich vermute, dass diese Aktion definitiv wiederholt wird?
LM: Ja, wird sie. Wie werden alle zwei Wochen diese Treffen im Wechsel mit Auktionen durchführen, also dieses Treffen erst wieder in einem Monat.
SD: Können Sie mir sagen, wie viel Geld Sie durch die Vermietung der Stände eingenommen haben?
LM: Tut mir leid, das ist Angelegenheit des TechHaven Rates. Wir sind nicht befugt darüber Auskunft zu erteilen.
SD: Wofür wird das Geld verwendet?
WH: Die Einnahmen aus der Standmiete wird für generelle Verbesserungen am TechHaven und unserem Angebot verwendet. Diesmal wurde das Geld nur für die Vorbereitungen, die wir zu treffen hatten, und für das zusätzliche Personal, das die typischen Flüssigkeiten, die für das Konstruieren, Forschen, Recyceln, Implantieren und Reparieren notwendig sind, ausgegeben.
SD: In Ordnung, vielen Dank für Ihre Zeit, dass ist alles was ich fragen wollte.
Ein Streik und du bist raus!
von Randolph Bennet
Vor ein paar Tagen gab es einen stadtweiten Streik von Supply Managern der verschiedensten Unternehmen. Sie waren es leid von den Runnern ausgenutzt zu werden und so beschlossen sie, den Spieß umzudrehen, unabhängig davon, welcher Fraktion der Runner angehörte oder welche Nachweise für seine Loyalität die Runner jeweils hatten. Diese Idee kam von der Führung der „Supply Manager Union“.
Kaum kamen diese Informationen ans Tageslicht, startete die NCPD eine Überwachungskampagne gegen diese so genannte „Supply Manager Union“ und schnell fand man heraus, dass es sich hierbei tatsächlich um feindliche Eindringlinge handelte, die versuchten das Wirtschaftssystem unserer Stadt lahm zu legen.
„Wir sind schockiert über die Dreistigkeit dieser Rebellen“, sagte Officer Jenna vom NCPD. „Es ist nicht bloß die Tatsache, dass sie sich direkt vor unserer Nase versteckt hielten, sondern vielmehr dass sie sich als eine anerkannte Interessenvertretung der Stadt ausgegeben haben!“
Dies ist nicht das erste Mal, dass sich die Terroristen sich unter der Maske ehrlicher Angestellter unserer schönen Stadt versteckt hielten. Wie in einem früheren Bericht erwähnt wurden Angestellte der städtischen Müllabfuhr ebenfalls als solche enttarnt.
Zu unserem Glück griff diese „Rebelleninfektion“ nicht zu weit um sich, und befiel nicht alle Supply Managers. Nachdem sie von den wahren Loyalitäten ihrer nun aufgelösten Führung erfahren haben, kehrten diese schnell wieder zu ihrem normalen Arbeitsrythmus zurück.
Künstlerin fällt einem tragischen Unfall zum Opfer
von Randolph Bennet
Die stadtbekannte Künstlerin Klara Sheen starb heute als sie versuchte, das Mosaik mit dem Portrait unseres geliebten Führers Lioon Reza aufzuhängen. Die Ursache war, das der Klebstoff, den sie benutzt hatte, noch nicht ausreichend getrocknet war um das Glas für mehr als nur ein paar Sekunden zu halten. Sie wurde an vielen Stellen stark verwundet als das Glas auf sie herabfiel, klaffende Wunden an ihren Pulsadern und ihrer Stirn. Das Medicare-Personal tat alles in seiner Macht stehende, um sie zu retten, aber der Blutverlust war zu stark um ihren Tod zu verhindern.
Der Umstand, dass ihre GenRep-Daten ebenfalls beschädigt waren, hat die NCPD zu einer näheren Untersuchung veranlasst, es besteht Sabotageverdacht. "Wir vermuten das ein oder mehrere erfahrene Hacker hinter dem ganzen Zwischenfall stecken“, erklärt Officer Jenna vom NCPD. „Es sieht so aus, als ob sie sich in Miss Sheens persönliche Transaktionsdaten gehackt haben und herausgefunden haben, wo sie ihren Klebstoff herbekommt, sich dann in das Kontrollsystem der Klebstofffabrik gehackt haben und dort eine kleine, aber folgenschwere Änderung an der Mischung vorgenommen haben.“
Natürlich wirft das ganze Ereignis Besorgnis erregende Fragen zum Sicherheitsstand des GenRep-Systems auf. Officer Jenna versicherte uns jedoch: „Die Sicherheit der Netzwerke leidet noch immer unter den Folgen der Rückkopllung aus der Zündung der Bombe vor einigen Wochen, aber es wird von Tag zu Tag besser. Wir können sogar bald mit einem neuen Feature rechnen: Das persönliche Equipment wird dann mit abgespeichert und wieder hergestellt.“
Wir vom Neocronicle senden unser Beileid an die Familie von Ms. Sheen.
KKandy Inc. kündigt neue Produktlinie an und stampft sie gleich wieder ein
von Sharon Davidson
KKandy Inc., der Produzent der bekannten Milky Ren Schokoladenriegel hat vor kurzem angefangen mit verschiedenen Sorten von Milky Rens herumzuexperimentieren. Diese wurden an alle Restaurants in und um Neocron geschickt und boten jenen, die es schafften die Verpackung zu öffnen, einen ganz besonderen Geschmack.
Die Reaktionen auf die neuen Sorten waren jedoch keineswegs positiv, und der Neocronicle hat sich entschieden einige Leute über ihre Meinung zu diesen neuen leckeren Snacks zu befragen.
„Was soll das Ganze?“, fragt Andy Bruhill von BioTech Systems vorwurfsvoll. „Ich hatte eine Pause und wollte in der Bar unseres Hauptquartiers zu Mittag essen, als unser Barkeeper mir erzählte, er habe ein paar von diesen neuen Milky Rens zum Verkauf da. Da ich neugierig war, hab ich mich entschieden einen als Nachtisch mitzunehmen. Als ich dann soweit war, fiel mir ein kleiner Aufdruck auf der Verpackung auf: 'Um dieses Milky Ren auszupacken werden ausreichende psionische Kräfte benötigt.' Glaubt KKandy tatsächlich, dass das ein Erfolg werden kann?“
Andy war nicht allein mit seiner Meinung zu diesem Thema, und ein offizieller Vertreter von KKandy gab bald darauf folgende Stellungnahme: „Unsere Forschungen haben ergeben, dass die Leutte mehr als einfach nur die normale blau-weiße Verpackung haben wollten, und so haben wir mehr angeboten. Da die Produktionskosten aber nicht im entferntesten zu unserem geplanten Umsatz passen, haben wir uns entschieden diese Produktion wieder einzustellen.“
Ich als Reporterin möchte nur klarstellen dass, obwohl Kkandy's Forschungsergebnisse zur Verpackung korrekt waren, ihre darauf basierende Entscheidung aus Marketingsicht nicht die beste Idee war. Wir sollten alle froh sein, dass sie ihre bereits vorbereitete Werbekampagne „Beeindrucke deine Freunde: Öffne diesen Milky Ren“ nicht gestartet haben.